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Montag, 20. August 2012

Pride & Prejudice

23. Juli 2012, Montag, eine neue ereignisreiche Woche beginnt.
Dieser Montag begann und endet für mich komplett positiv und mit viel Musik. In Musik teilt Mr. Petch mir mit: dass er meine Komposition sehr mag ! Danach war Drama angesagt und es lief heute ganz gut. Nun stellt euch mal vor: Ich fange an langsam lustig zu sein und zu werden. Auch habe ich meinen Mitschülern Zwergen Schach beigebracht.
Das International Department hat mir heute sogar eine Theaterkarte für das Stück „Stolz & Vorurteil“ geschenkt !
Die Ticketverkäuferin sagte leise zu der Frau neben ihr: Schau mal, das ist ja das deutsche Mädchen von der ich dir schon einmal erzählt habe. Wie bitte ?!? Ich habe es gehört und musste mich wundern. Aber, nett, sehr nett…
Beim Fechten durften wir Freestyle fechten. Ja, was soll ich sagen ? Ich wurde auch hier zum fortgeschrittenen Training eingeladen !!! Ich bin überrascht, aber so glücklich und könnte platzen vor Freude ! Am Abend half mir Tim mit den Akkorden für mein Requiem. Wie schon gesagt: Ein rundum wunderschöner und erfolgreicher Tag…
Unsere Clowning Performance folgte am Dienstagmorgen und ich glaube nicht das wir sehr lustig waren… Naja, dafür habe ich für meinen Genre Connection Report ein *EXCELLENCE* bekommen ! Sofort nach SMP bestieg ich den Bus und fuhr zur CBS-Arena, wo ich mein erstes richtiges Fechttraining hatte. Leider, trotz aller Bemühungen kam ich etwas zu spät. Natürlich bin ich die Schlechteste dort, aber mir ist es immerhin gelungen einen Treffer zu setzten. Es hat super viel Spaß gemacht ! Wir fechten auf richtigen Bahnen (Planche), nur eben noch verkabelt.
Unser Trainer fährt mich anschließend sogar nach Hause.
Busgeld gespart und es geht schneller… Danke !





Am Mittwochabend, den 25. Juli, war es endlich soweit. Tim und ich sind so gegen 19:00 Uhr in die Schule gefahren, um das sehnlichst erwartete Theaterstück „Stolz & Vorurteil“ zu besuchen. (Was für ein langer Name… kann ich es mit P&P abkürzen ?
Ja ? Danke !) Heute war die Premiere. Und was soll ich euch sagen/schreiben, sie war einfach nur SUPER !!! Die Schauspieler waren alle so gut, besonders Mr. Darcy, Mr. Collins und Mrs. Bennet. Ich werde, nein ich muss, noch einmal hingehen !
Am liebsten jetzt gleich ! Der Donnerstag brachte im Mathematikunterricht ein Überraschung: Jessica lädt mich zum Year 13 Formal-Ball ein. Ich war wirklich überrascht… und habe mich sehr darüber gefreut. Das wäre so super dahin zu gehen ! Ich möchte auf jeden Fall und ich habe an diesen Abend auch noch Zeit. Zur 2. Vorstellung von P&P gehe ich heute Abend allein. Für dieses Mal habe ich sogar einen Platz in der 3. Reihe.











fantastisch gespielt

Der Erste Hilfe Kurs am Freitag war eigentlich ganz interessant. Es ging um Schlaganfälle, Infarkte und so… immerhin wieder kein Blut. Unser neues Thema in Drama ist eine größere Klassenproduktion von „Blood Brothers“. Also fingen wir an gemeinsam das Skript durchzulesen. Leider dürfen wir in diesem MUSICAL nicht singen. FEUERALARM – die Schule räumen !
Die weiteren erwähne ich jetzt nicht mehr. Es gibt ziemlich viele, zur Übung oder wenn die Chemiker die Räume verräuchern…
In Musik habe ich der Klasse zum ersten Mal meine kleine Komposition vorgesungen, zusammen mit Alice die mich am Klavier begleitete. Es ist uns wohl ganz gut gelungen, denn es gab sogar einen kleinen Applaus. Obwohl ich es ziemlich schnell erarbeitet hatte, sodass ich nach kurzer Zeit schon eine Strophe und den Refrain in die Melodie einfügen konnte.
(Eine kleine Anmerkung an meine alte Deutsch-/Lateinklasse im Jahrgang 10, erstes Halbjahr, St. Hildegardis Gymnasium, 2012, jetzt bald Jahrgang 11: Es lohnt sich mit Jambus, Rhythmik der Akzentmetrik und den jambischen Versfüßen zu arbeiten. Das hätte ich nicht gedacht.) Nach der Schule, Chor, Klavier- und Geigenunterricht war ich gerade einmal 20 Minuten zuhause als es schon wieder klingelte. Es war Claire. Sie holte mich zur Derniere (letzte Vorstellung) von P&P ab. Ich habe das Stück noch einmal genossen ! Ich bin so traurig , dass es jetzt schon wieder vorbei ist. Warum nur Drei Vorstellungen…
Am Samstagvormittag ging ich wieder in die Mall um zu busken. Ich hatte einen ähnlichen Erfolg wie beim letzten Mal.
Guter Stundenlohn… Nach dem Essen hatte ich von 13:00 – 18:00 Uhr CYO Proben. Als ich nach Hause kam war Tim gerade fertig geworden einen kleinen Gemüsegarten mit seinen Eltern zu bauen. Sie setzten sich zu uns, um gemeinsam die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2012 zu schauen.
(Schon komisch, ich weiß das mein Vater am Ende der Welt sich auch diese Zeremonie anschaut.) Der Sonntag, 29. Juli, begann früh und endete spät, jeweils mit einer Matheübungsstunde mit „Nachhilfelehrer“ Tim. Ciara kam um 11 Uhr und wir gingen gemeinsam von Haus zu Haus und versuchten unsere Schokolade zu verkaufen. Das ist ein weiterer Fundraiser für unsere Konzertreise nach Melbourne. Es ist manchmal ganz schön peinlich und auch nicht gerade leicht.
Da ist ja busking viel effektiver…
Es folgten an diesen Sonntag noch CYO- und Bel Canto Proben. Dabei haben wir im Chor „Aglepta“ das erste Mal komplett durchlaufen lassen. Sophia fand meinen Gesichtsausdruck dabei ziemlich angsteinflößend… Moment mal, das ist doch ein Kompliment für dieses Stück, oder ?
Wie schon gesagt, danach wartete Tim mit Mathe auf mich...

Dienstag, 14. August 2012

Requiem

Und hier ist meine Version des Requiem
von Robert Louis Stevenson,
zu dem ich gerade eine Melodie komponiere...

Under the wide and starry sky
dig the grave and let me lie.
Glad did I live and gladly die
and I laid me down with a will.

This be the verse you grave for me:
"Here he lies, where he longed to be.
Home is the sailor, home from the sea
and the hunter home from the hill."

From the sky the moon shines bright,
'neath the earth lies bare and still.
Sleep is a-coming, I close my limp eyes,
let me find to paradise !

Pathetique

Die letzten Tag hatte ich wirklich viel zu tun.
Für die Schule: Vorbereitungen für die einzelnen Kurse und Hausaufgaben. Auch außerschulische Dinge wie Orchester, Violine und und und. Obwohl alle Fächer frei gewählt wurden und fast "nur" aus Musik & Kunst bestehen ist es harte Arbeit. Bei all dem Spaß will ich auch die besten Leistungen abliefern. Am Donnerstag war ich wie erwartet dann schon sehr müde, habe ich doch die letzten Tage immer bis spät abends viel gearbeitet.
Im Englischunterricht habe ich schon meinen „genre connection report“ beendet und habe immer noch eine ganze Stunde Zeit für kleine Änderungen in der Schule ! In Drama habe ich herausgefunden, dass jeder zu der Performance auch ein Booklet ausfüllen muss. Abgabetermin morgen, wie soll ich das an einem Abend nur schaffen ? Das wird aber wieder richtig spät… Performance Music ist jetzt dafür sehr relaxt. Da ich meine Präsentation und Solo Performance hinter mir habe, bleibt für mich das ganze restliche Jahr genügend Zeit für mein mögliches Geigen-assessment. Mr. Petch hat mit uns in Musik ein neues Stück angefangen: „Childhood“ von Jenny McLeod. Das klingt so cool, das hätte ich wirklich nicht gedacht ! Am Freitag kam Mr. Darcy und Mr. Collins, zwecks Theaterstück „Stolz & Vorurteil“ zur Assembly, um für ihre Show zu werben. Die waren so lustig und überzeugend ! Wir sollten aufstehen, wieder stillsitzen, lachen…
Ich habe meine Karten schon und werde voraussichtlich zu allen drei Vorstellungen gehen !!!
Nach der Schule bin ich zum Chor und im Anschluss noch zu meiner ersten Geigenstunde bei meiner neuen Lehrerin geradelt. Wir haben uns das Stück „Mèditation from Thais“ zum Spielen ausgesucht und arbeiten ziemlich hart an meinem Vibrato.
Am Samstag, den 21. Juli, bin ich zum ersten Mal ganz allein zum busking (Straßenmusik) gegangen. Sonst waren wir wenigstens zu zweit und mit Instrumenten. Aber an diesem Samstag war ich allein und wollte a cappella singen. Aber die Container-Mall war leider schon voll mit Buskern. Also fuhr mich Tim nach Riccarton. Es war wirklich scary, sich da einfach allein hinzustellen und anzufangen zu singen. Ich konnte mich nicht einmal hinter Notenblättern verstecken. Tim ist die ganze Zeit über dageblieben und hat auf mich gewartet. Nach etwas mehr als einer halben Stunde hatte ich fast 40 Dollar in meinem Hut. Super…

Fundraising for School Trip
Als wir wieder zuhause ankamen, hatten die Kleinen schon einen Hindernisparcour im Garten aufgebaut. Wir hatten richtig viel Spaß miteinander ! Wir blieben in der Schaukel stecken, fielen vom Moon Hopper und vom Bobby Car. Es war wirklich lustig…
Am Abend traf ich dann meine ganze Musikklasse und noch viele andere bei meinem ersten CSO Konzert im Aurora Centre.
Sie spielten die „Pathetique“ wirklich ganz wundervoll !!!
Der 22. Juli, war ein ruhiger Sonntag und es war auch nichts weiteres geplant. So habe ich, im Laufe des Tages, damit begonnen mein „Requiem“ zu komponieren…

Sonntag, 12. August 2012

der 3. Term hat schon begonnen...

Es ist Montag der 16. Juli 2012 und der 3. Term beginnt !
Die Ferien sind schon wieder vorbei ! 
Die Zeit verfliegt, wo ist sie geblieben...

Das frühe Aufstehen war ja gar nicht sooo schlimm... jedenfalls nicht schrecklicher als an allen anderen Schultagen auch.
Man muss sich nur wieder daran gewöhnen.
Zum ersten Mal übte ich "Spirit of our Land" mit Cayenne ein, es klingt wirklich ganz gut, nur mit Gitarre ! Ansonsten passierte nicht viel Erwähnenswertes in der Schule (versteht mich bitte nicht falsch: Das Leben hier ist jede Sekunde aufregend, aber ich glaube meine Einträge sind auch so schon lang genug, oder ?).
Am Abend habe ich dann das erste Mal allein auf die Kinder der Mitchell-Familie aufgepasst, als Lisa und Tim spazieren gingen und die Kiddies eh schon schliefen. Ich saß also nur für den Fall der Fälle bereit, wenn eines der Kinder Albträume hätte oder so und habe weiter meine Arbeit gemacht. Doch im Haus blieb es ruhig bis die beiden zurückkamen.
Am nächsten Tag, nach einer extra Drama-Probe in Intervall starteten wir doch tatsächlich einen Erste Hilfe Kurs in Outdoor Education. Für mich war schon die Vorstellung ziemlich schrecklich, da ich nicht gut mit Blut umgehen kann...
Eine Probe mit meinem Pianisten für SMP und der nun endlich vollendete Tschaikowsky - Test brachten dafür aber schnell wieder die nötige Ablenkung.
An diesem Dienstag durfte ich auch schon bei den Juniors Gruppen mitfechten ! Also brauche ich nun nicht mehr zu den Neueinsteigern. Dabei erzielte ich sogar ein paar Treffer und der Trainer nannte mich: smart !
Beim CYO war ich dann Co-Stimmführer als wir neue Jazz-Stücke vom Blatt spielten. Zum Glück sind die alle ziemlich leicht und es fühlt sich wirklich gut an wieder vorne zu sitzen.
Der Mittwoch brachte ja wohl den absoluten Höhepunkt für unseren Erste Hilfe Kurs: Wir mussten Puppen beatmen ! Schrecklich und wirklich lustig zugleich...
Wir starten jetzt außerdem eine neue Komposition in Musik, diesmal für Klavier und 2 Singstimmen. Für mein Geigenstück habe ich übrigens nur "Achieved" bekommen, aber immerhin hab ich bestanden ! Am Ende des Schultages kam nun ein weiteres Highlight: Ich musste meine Präsentation über Amanda O'Connor vortragen. Ich war sooo nervös !!! Aus Zeitmangel hatte ich es mir noch nicht einmal zur Probe vorgesprochen. Das merkte ich dann auch schnell, als aus den vorgegebenen 15 Minuten mehr als 25 Minuten wurden... uppsi. Hätte ich doch vielleicht vorher einmal timen sollen ? Dabei bin ich noch nicht einmal fertig geworden, mein langes Interview konnte ich leider gar nicht einbringen.
Aber, es lief wohl ganz gut, hoffen wir mal das Beste...
In SMP startete Mr. Atlas unsere erste richtige Masterclass, wo er uns über die wichtigsten Techniken im Singen, Vorgänge und Zusammenhänge in unserem Körper informierte.
Im Anschluss kaufte ich Tim und mir außerdem noch schnell ein Paar Tickets für das Theaterstück "Stolz & Vorurteil", für die Senior Schul-Aufführung in der nächsten Woche.


Das wird bestimmt richtig super werden !

Weiter ging es zum Klavierunterricht. Nach meiner Rückkehr von einer ziemlich erfolgreichen Klavierstunde arbeitete ich zu Hause erst einmal an meiner neuen Komposition, bis der Bibelkreis wieder zu Besuch kam.  Zuerst gab es da die Entscheidung zu welchem der vorgegebenen Gedichte ich Musik schreiben sollte und dann musste ich den Text natürlich noch in Strophen und Refrain unterteilen und gegebenenfalls was dazu dichten. Aber das war ja noch der leichteste Teil im Vergleich zu dem, was da noch kommen sollte...

Samstag, 11. August 2012

zu Gast bei Familie Moolenaar

Der Freitag, mein letzter Ferientag kam schnell näher. Doch bevor mein Alltag wieder starten sollte hatte ich erst einmal noch ein aufregendes Wochenende vor mir. Da meine Beste Kiwi-Freundin Ciara am Samstag, den 14. Juli, ihren Geburtstag feierte und mich seit langem dazu eingeladen hatte, entschied ich mich gegen einen Kurzaufenthalt in Hanmer mit meiner Family.
Da man hier nicht allein zu Hause bleiben darf, konnte ich bei einer befreundeten Familie das Wochenende verbringen. Am Freitagmorgen backte ich also einen Kuchen für die Familie Moolenaar, bei denen ich netterweise das Wochenende über wohnen durfte. Nach 6 Stunden Vorbereitung für alles Mögliche brachte mich Tim zu den Freunden der Familie. Die Eltern waren beide sehr nett und fürsorglich und ich habe mich auch sehr schnell mit der 13-jährigen Tochter Marcella angefreundet. Sie fühlte sich etwas einsam, da ihr großer Bruder Theo (er ist in meiner Musikklasse, CYO und auch in SMP voice) zu dieser Zeit mit einem Chor in Südafrika unterwegs war. Theos Eltern waren mir aber auch nicht ganz unbekannt, da ich sie bei der einen oder anderen Veranstaltung schon gesehen habe.
Zum Abendessen bestellten wir Pizza. Darauf folgte ein kleiner Liederabend mit der Mutter Elizabeth am Klavier und mir als Sängerin. Wir spielten und sangen aus der "West Side Story".
Sie spielt wirklich gut !

Libbie ist immer warm und stören kann sie auch nichts...

Nach einer erholsamen Nacht auf der HEIZDECKE meines großen Doppelbettes folgte am anderen Tag der Versuch für Mathe zu lernen. Doch irgendwie schien ich über die letzten 2 Wochen alles vergessen zu haben...
Als Elizabeth vom Einkaufen zurück kam erlebte ich eine echte Überraschung: Sie hatte mir doch tatsächlich Mozzarella gekauft !!! Da Käse hier in NZ so absurd teuer ist, war das mein erster Mozza dieses Jahr hier in New Zealand ! Danke.............
Kurz nach 14:00 Uhr wurde ich zu Ciaras Party gebracht, wo wir ein ziemlich lustiges Spielchen spielten: Jeder liest eine Wahrheit und eine Lüge über sich selbst und die andere Gruppe muss es erraten... Nein, ich habe nicht Mamas Weinglas zerbrochen, weil ich zu laut oder zu schrill gesungen habe... Anschließend hatten wir "Kleinen" noch viel Spaß auf dem Spielplatz.


Ciara mit der Geburtstagstorte



Es war gut das ich hier geblieben und zu Ciaras Geburtstag gegangen bin. Es war ein schöner und lustiger Tag.


Wieder "zu Hause" skypte ich am späten Abend spontan nach Deutschland mit Mama und Papa. Denn Elizabeth spielte noch ein wenig Klavier und habe dazu etwas gesungen. Um "Lascia ch'io pianga" zu singen schalteten wir kurzer Hand den Laptop und Skype ein. Ich glaube, Mama hat sich ziemlich doll darüber gefreut... Hausmusik ist hier weit verbreitet und absolut nichts ungewöhnliches ! Toll...
Den ganzen Sonntag verbrachte ich mit der Vorbereitung auf meine nächste Englischarbeit, bevor ich um 4 Uhr wieder von Tim abgeholt wurde.
Ich hatte so ein schönes Wochenende, dank dieser super netten Familie. Auf diesem Wege noch einmal das aller größte
Thank you ! an alle Moolenaars !!!

Dienstag, 7. August 2012

Christchurch bei Nacht & Kiwis


Die letzten Ferientage haben begonnen und wir erforschen die Umgebung von Christchurch. Am Montag den 9. Juli 2012, gingen wir in die umliegenden Berge. Die Reservate in der ausgedehnten Hügellandschaft sind eigentlich riesige Parks.
Wir sind in Port Hills unterwegs. Das ist ein vulkanisches Hügel- und Erholungsgebiet in Christchurch. Der höchste Punkt liegt etwa bei 500 Meter. Hier oben über der Stadt suchen und finden sehr viele Städter ihre Ruhe. Wir sind am Morgen raus gefahren um zu spazieren, wandern und zum cachen.


Blick über Christchurch

Zu Beginn waren wir noch alle zusammen und gingen gemeinsam auf Schatzsuche. Nach einiger Zeit wurde es den Kleinen zu anstrengend und so ging Lisa mit Julia und Katy zurück zu den großen Spielplätzen die es hier gab. Tim, Beth und ich gingen weiter und folgten unserem GPS zu dem nächsten Cache. Unser Weg führte uns geradewegs den steilen Hügeln hinunter, wir mussten Umwege an Klippen vorbei gehen und uns unseren Weg selber bahnen und suchen. Es war cool, aber auch ziemlich anstrengend. Die Suche war schwierig, obwohl wir wussten das wir nah dran sind. Aber schließlich, als wir wegen der schon langsam sinkenden Sonne aufgeben wollten, fanden wir die Dose (Cache) im inneren einer übermannsgroßen Höhle unter einer Baumwurzel am Abhang.

Beth am Höhleneingang




Nun ging es den Berg wieder hinauf zum Gipfel. Als wir dort angekommen waren war es schon sehr dunkel und unter uns lag Christchurch von tausenden Lichtern beleuchtet. Beautiful !!!


Christchurch bei Nacht

Die nächsten Tage waren nicht so aufregend, eher von Ruhe und Erholung geprägt.  Ich ging ein paar Mal zur Mall, um für Ciara ein Geburtstagsgeschenk und für mich schon mal ein Burnside Sport Top als Andenken zu kaufen. Später machte ich für alle einen Bananen-Shake nach Ciaras Rezept. Wir besuchten auch mit der ganzen Familie eine Vorstellung von "Beauty and the Beast".
Am Donnerstag, den12. Juli 2012, bekamen wir Besuch von Freunden der Familie.
Wir gingen zusammen in das Wildtier Reservat "Willowbank".
Willowbank ist nicht nur einfach ein Zoo, es ist eine Art von Freizeitpark.



Katy

Hier sind die Gehege größer und die Tiere haben viel mehr Platz. In diesen sehr großen Park gibt es viele Maori-Performance und mehrere Hangi Speisen. Und das aller wichtigste ist: Es gibt eine Kiwi-Zucht und zwar erfolgreich !!! Hier habe ich nun zum ersten Mal einen richtigen KIWI gesehen !!! Mit den Kindern fütterten wir auch die anderen Tiere, wenn sie fressen wollten. Lamas, Kängurus, Keas, Wetas, verschiedene Schweine..... und natürlich auch die Kiwis.




Am späten Nachmittag fuhren wir alle wieder nach Hause. Beth, Katy und ich aßen unseren Afternoon Tea hoch oben im Kletterbaum und hatten tierischen Spaß dabei.


Katy

Beth

Julia ist ganz verwundert...

Am Abend brachte ich den Kindern das Spiel "Spoons" bei, welches ich selber erst auf meiner Tramp-Tour gelernt habe. Wir hatten jedenfalls viel Spaß dabei ! Lange konnte ich nicht mitspielen, denn auf mich warteten, obwohl noch Ferien sind, auch noch Hausaufgaben...

Mittwoch, 1. August 2012

Konzerte & schon Halbzeit

Lisa brachte mich am Freitag, den 6. Juli 2012, zur Middleton Grange High School. Diese Schule ist auch in Christchurch und nur wenige Kilometer von meiner Burnside High School entfernt. Wir, das Christchurch Youth Orchester (CYO), begannen heute schon um 9:00 Uhr mit den Proben. Auch treffen wir heute zum ersten Mal auf das California Youth Symphony Orchester. Sie sollen das wohl Beste Jugendorchester in Amerika sein ! Die stattliche Anzahl der Musiker übertrifft uns bestimmt um das Dreifache.
Zusammen proben wir das Stück
„From the Depths Sound the Great Sea Gongs“.
Es ist von einem neuseeländischen Komponisten,
sein Name ist: Gareth Faar. Das Stück ist sooo schwer !!!
(Ihr könnt es euch ja mal auf YouTube anhören.)
Die Proben endeten schon um halb 3, am frühen Nachmittag.
Man muss bedenken, dass das unsere Erste und einzige Probe zusammen war und ist ! Heute Abend soll das Konzert sein… Wieder zuhause angekommen, beschloss ich lieber noch eine selbstständige Probe anzuhängen. Man will sich ja nicht blamieren… Ich hatte gerade meine Violine angesetzt, da ereignete sich wieder eines dieser 4er Erdbeben. Sollte ich doch lieber aufhören ? Nein ! Mit Musik geht alles besser und so habe ich weiter geübt. Am Abend hatten wir dann das Konzert und es klang einfach super !!! Es ist im Anschluss zwar etwas spät geworden, aber trotzdem mussten wir am nächsten Morgen recht früh aufstehen. Schon um 8:00 Uhr fuhr unser Bus von Avonhead nach Oamaru los. Es lagen zirka 250 Kilometer vor uns. Gute 4 Stunden später, die wir fast alle zum Schlafen genutzt haben, kamen wir in Oamaru an. Hier in diesem schönen alten Opernhaus hatten wir das nächste Konzert.



National Bank and Bank of New Zealand

City Hall of Oamaru

Foyer der Oper


der Konzertsaal

Proben

Wir probten wieder mit beiden Orchester und die Akustik war einfach toll. Zwischendurch hatten wir auch ein bisschen Freizeit und so bummelten wir ein wenig durch die Stadt. Mir gefiel das Museum am besten, außer der Oper natürlich. Wir bekamen auch ein wunderbares Mittag- und Abendessen. Die Amerikaner/innen waren auch alle sehr nett und schenkten uns massenhaft Schokolade (sahen wir so schlecht aus ?) und andere amerikanische Dinge.

die Oper am Abend, mit ständig wechselnden Farben


Der Höhepunkt unserer Reise rückte näher und die Anspannung wuchs. Wir spielten ein tolles Konzert, noch besser als am Abend zuvor ! Nachdem fast alle gegangen waren, sang ich für uns „Vedrai, carino“ in dieser wunderschönen, aber kleinen, Oper. Es klang ganz gut… Um 1:00 Uhr nachts kamen wir wieder in Christchurch an. Im Bus war es diesmal zu kalt und eng gewesen um ein wenig zu schlafen. Tim hat nicht geschlafen und ist für mich wach geblieben, um mich in der Nacht wieder an unserem Treffpunkt abzuholen. Danke !

Und wisst ihr was ??? Am nächsten Morgen (Sonntag, 8 Juli) war mein fünfzehnter und ein halber Geburtstag. Das wird hier in der Familie gefeiert ! Es war total überraschend ! Ich bekam tolle Karten und ein schönes Geburtstagslied von den Kleinen, einen Kuchen und eine Kiri Te Kanawa CD mit Maori-Liedern.


Julia, Katy & Beth gratulieren

Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, super nett !!!
Thank you so much again !
Your present is so beautiful !
Des Weiteren ist es aber auch leider schon Halbzeit
hier in Neuseeland…
Traurig, oder ?
Wie kann die Zeit nur so schnell vergangen sein ???